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Sardinien

Quick Facts:

Hauptstadt: Cagliari

Sprache: Italienisch, Sardisch

Währung: Euro

Beste Reisezeit: Mai - Juni / September - Oktober

Kosten: Ähnlich wie DE

Unsere Route für 10 Tage

Mietwagen

Ein Mietwagen auf Sardinien ist unserer Meinung nach die beste Möglichkeit, die Insel in all ihren Facetten zu entdecken. Nur so bleibt man flexibel und erreicht auch abgelegenere Buchten, kleine Bergdörfer oder versteckte Strände, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln oft nur schwer zugänglich sind.

Das Beste daran: Ein Mietwagen muss nicht teuer sein. Mit ein wenig Planung lassen sich bereits sehr günstige Angebote finden, sodass dem Roadtrip-Abenteuer nichts im Weg steht.

Wir selbst waren mit einem Fiat 500 unterwegs. Ja er ist klein, aber wendig und überraschend komfortabel.

 

Der kleine Flitzer hat uns zuverlässig überall hingebracht, egal ob durch enge Altstadtgassen oder kurvige Küstenstraßen. Gerade auf Sardinien, wo Straßen oft schmal und kurvenreich sind, war das kompakte Auto ein echter Vorteil.

La Maddalena

Nach unserer Ankunft in Olbia startet endlich unsere Sardinien-Rundreise.

Der erste Stopp führt uns direkt auf die wunderschöne Insel La Maddalena. 

Um dorthin zu gelangen, fahren wir zunächst nach Palau. Von dort bringt uns eine Fähre in nur etwa 20 Minuten über das türkisfarbene Wasser hinüber auf die Insel.

Infos zur Fähre

Eine Reservierung ist im voraus nicht nötig.

Kosten

ca. 25 € mit Auto

(Hin und zurück)

Dauer

15-20 Minuten 

Fähre fährt alle 30 - 60 Minuten

La Maddalena ist eine Insel im Norden von Sardinien und gehört zu einem wunderschönen Inselarchipel im Mittelmeer. Die Insel ist vor allem für ihr kristallklares Wasser, felsige Küsten und viele geschützte Naturgebiete bekannt.

Das Archipel besteht aus mehreren Inseln:

  • La Maddalena

  • Caprera

  • Budelli

  • Spargi

  • Santa Maria

  • Razzoli

  • Santo Stefano

​​

La Maddalena und Caprera kannst du mit dem Auto erkunden, alle anderen Inseln sind nur per Boot erreichbar.

Empfehlung Bootstour

Hier kannst du die Inseln des La-Maddalena-Archipels auf eine besondere Art entdecken, unberührte Strände und Buchten genießen, im türkisblauen Wasser schwimmen und an Bord einfach mal die Seele baumeln lassen.

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Wenn du Lust auf einen tollen Ausblick hast, lohnt sich eine kleine Wanderung zum Poggio Stefano. Der Weg dauert nur etwa 30 Minuten und führt dich zu einem Aussichtspunkt, von dem aus du ein beeindruckendes Panorama genießen kannst.

Hotel Empfehlung

Hotel

​​Controvento

Kosten

ca. 140 €

Capo Testa

Capo Testa, eine Landzunge im Norden Sardiniens, hat uns sofort begeistert. Die Landschaft ist einfach traumhaft: bizarre Granitfelsen, türkisblaues Wasser und eine wunderschöne Natur. Am besten lässt sich die Gegend bei einer kleinen Wanderung erkunden. Hinter jeder Kurve wartet ein neuer spektakulärer Ausblick

Castelsardo

Castelsardo ist eines der schönsten mittelalterlichen Küstendörfer im Norden Sardiniens. Die kleine Stadt liegt spektakulär auf einem Felsen über dem Meer und ist bekannt für ihre bunten Häuser, engen Gassen und die beeindruckende Burg auf der Spitze des Hügels.

Wir sind ca. 15 Minuten zur Burg hochgewandert und hatten einen tollen Ausblick auf den Ort, sowie auf das weite Meer. Tipp: Zur Hochsaison kann die Parkplatzsituation sehr angespannt sein. Hier kannst du in der Regel gut parken:

Capo Caccia

 Capo Caccia ist ein markantes Kap im Nordwesten von Sardinien und berühmt für seine markanten Klippen, die bis zu 200 Meter hoch über das Mittelmeer ragen. Die Aussicht ist einfach atemberaubend.

Auf dem Foto siehst du die Grotta delle Brocche Rotte. Ein kleiner, aber lohnenswerter Wanderweg führt dorthin und dauert nur ein paar Minuten. Wir hatten das große Glück, die Höhle ganz für uns allein zu haben. Der perfekte Ort, um kurz Pause zu machen, die Aussicht zu genießen oder Brotzeit zu machen.

Neptungrotte

Die berühmte Neptungrotte liegt direkt an den steilen Klippen von Capo Caccia. Die beeindruckende Tropfsteinhöhle kann entweder mit dem Boot von Alghero aus oder über eine spektakuläre Treppe (654 Stufen) entlang der Felsen erreicht werden.

Kosten: 18 € pro Person

Die Neptungrotte hat uns persönlich nicht ganz überzeugt, da es bei unserem Besuch sehr überlaufen war. Durch die vielen Touristen ging ein Teil der besonderen Atmosphäre leider verloren. 

 

Wenn du die Neptungrotte trotz des Andrangs sehen möchtest, schau dir hier alle Infos an:

 

Mit ein bisschen Planung lässt sich der Besuch deutlich entspannter gestalten.

Porto Flavia

Wenn du Lust auf etwas anderes als nur Strand hast, pack dir festes Schuhwerk ein und schau hier vorbei: Porto Flavia.

 

Ein alter Verladehafen in die Klippen gebaut. Die Idee dahinter? Erz einfach direkt durch den Felsen ins Meer zu verladen. Kein mühsamer Transport mehr über holprige Wege, sondern ein cleveres Tunnelsystem, das damals richtig revolutionär war.

Heute läuft hier natürlich kein Bergbau mehr. Stattdessen stehst du in diesen kühlen, dunklen Gängen, gehst ein paar Schritte Richtung Licht und plötzlich öffnet sich der Blick aufs Meer. Und was für einer: Direkt vor dir ragt der massive Kalksteinfelsen Pan di Zucchero aus dem Wasser. Sieht ein bisschen aus wie ein riesiger Zuckerhut und ist definitiv einer dieser Momente, in denen man einfach kurz stehen bleibt.

Was wir an Porto Flavia besonders mochten: Es ist nicht nur schön, sondern auch irgendwie roh. Kein geschniegelt-polierter Touristenspot, sondern ein Ort mit Geschichte, Ecken und Kanten. Man spürt noch, dass hier früher richtig gearbeitet wurde.

Es gibt zwei unterschiedliche Wege, Porto Flavia zu besuchen:

🚗 Mit dem Auto:

Für alle, die tiefer in die Geschichte eintauchen wollen. Du fährst bis nach Masua und besuchst Porto Flavia von innen. Dabei läufst du durch die alten Tunnel, bekommst ein Gefühl für die Geschichte und stehst am Ende genau dort, wo früher das Erz verladen wurde. Perfekt, wenn du nicht nur sehen, sondern auch verstehen willst, wie dieser Ort funktioniert hat.

Tickets müssen nicht im Voraus gebucht werden. Du kannst einfach hinfahren und diese am Schalter kaufen.

Kosten: 10 € 

Nur geführte Tour möglich.

🚤 Mit dem Boot:

Für die Wow-Perspektive. Noch beeindruckender (und ehrlich gesagt auch ziemlich fotogen) ist die Anreise vom Wasser aus. Vom Boot hast du diesen ikonischen Blick auf Porto Flavia, die Öffnung im Felsen, die man sonst nur von Bildern kennt. Dazu kommt die Fahrt rund um den Pan di Zucchero, der vom Wasser aus nochmal ganz anders wirkt. Und das Beste: Du kannst ins kristallklare Wasser springen und eine Runde schnorcheln.​

Capo Carbonara

Weiter geht es im Südosten Sardiniens zum Capo Carbonara und hinauf zum Aussichtspunkt an der Torre di Porto Giunco.

Das Gebiet gehört zu einem geschützten Meerespark und genau das merkt man sofort. Das Wasser ist kristallklar und selbst in der Hochsaison findet man hier noch ruhige Ecken.

Der kleine Aufstieg zum Torre di Porto Giunco dauert ca. 15 Minuten. Oben angekommen öffnet sich ein Panorama, das man so schnell nicht vergisst.

Wer im Süden Sardiniens unterwegs ist, sollte diesen Abstecher definitiv für ein paar entspannte Stunden einplanen.

Tipp: Besonders magisch wird es kurz vor Sonnenuntergang.

Ostküste mit dem Boot erkunden

Start: Arbatax

Die Ostküste von Sardinien ist so schön, dass es sich absolut lohnt, sie vom Wasser aus zu erkunden. Viele der Buchten sind nur zu Fuß über lange Wanderungen oder eben mit dem Boot erreichbar. Und genau das macht den Reiz aus. Du kommst an Orte, die du sonst wahrscheinlich nie gesehen hättest.

 

Die meisten Touren starten in Arbatax und führen entlang des Golfs von Orosei bis zu traumhaften Buchten wie Cala Mariolu, Cala Goloritzé oder Cala Luna.

Wir haben uns statt einer geführten Tour für die flexible Variante entschieden und uns einfach ein Schlauchboot ausgeliehen. So konnten wir ganz entspannt selbst losfahren, anhalten wo wir wollten und die Küste in unserem eigenen Tempo entdecken.

 

Dazu ist übrigens kein Bootsführerschein notwendig, die meisten Boote sind so motorisiert, dass du sie auch ohne Vorkenntnisse fahren darfst. Nach einer kurzen Einweisung geht’s direkt aufs Wasser und das Abenteuer kann beginnen. 🚤✨

 

Wann darfst du Boote ohne Bootsführerschein legal fahren?

  • Boot hat max. ~15–40 PS

  • Einweisung vor Ort

  • Nicht aufs offene Meer

  • Genug Abstand zur Küste halten

Wenn du dich unsicher fühlst: Lieber eine geführte Bootstour machen.

Wenn du es lieber entspannt angehen willst, kannst du dich ganz einfach einer geführten Bootstour anschließen. Gerade entlang der Ostküste rund um Arbatax ist das eine richtig beliebte Option. Hier hast du mehrere Badestopps und meistens sogar Mittagessen dabei.

Hier findest du nochmal die Highlights der Ostküste auf einen Blick.

Die meisten Spots sind sogar nur so richtig gut vom Boot aus zu entdecken.

 

Einfach hinfahren, anhalten wo es dir gefällt und direkt ins Wasser springen. Genau so fühlt sich Freiheit an 🙂

Nur ca. 800 Meter vom Hafen entfernt, wo auch die Bootstouren starten.

Kosten: ca. 118 € / Nacht

Wanderung Durch die Schlucht "Gola Gorropu"

Die Gorropu-Schlucht oder Gorroppu gilt als die tiefste und spektakulärste Schlucht Europas. Sie liegt im Supramonte auf Sardinien zwischen Orgosolo und Urzulei.

Startpunkt:

Gorropu Panoramic Hiking trail

Ab dort ist alles super ausgeschildert, man kann sich also eigentlich nicht verlaufen.

Zuerst geht’s etwa 650 Höhenmeter nach unten. Dort angekommen haben wir erstmal Pause gemacht, genug getrunken, Brotzeit gemacht und einfach die Aussicht genossen.

Jetzt folgte erst noch der anstrengende Teil:

Wieder nach oben wandern. Am Ende waren es bei uns ca. 12 km und knapp 730 Höhenmeter in rund 4 Stunden.

Alternativ kannst du auch nur runter in die Schlucht wandern und dich unten für ca. 6 € mit einem Jeep wieder hochfahren lassen.

PALMASERA CHARMING

in Cala Gonone

Frühstück inkl.

Kosten: ca. 130 € / Nacht

Porto TAverna

Wenn du ein richtig magisches Gefühl erleben willst, schau dir unbedingt den Sonnenaufgang am Porto Taverna Beach auf Sardinien an.

 

Mit Blick auf Isolotto Rosso geht die Sonne langsam auf, das Meer ist total ruhig und irgendwie fühlt sich alles für einen Moment ein bisschen unreal an. Und mit ein bisschen Glück hast du den Strand sogar ganz für dich allein.

Besonderheiten:

- Mit Küchenzeile

- Nur 10 Km zum Flughafen

- 5 Fahrminuten zum Strand

Kosten: ca. 150 € / Nacht

Wichtiges

Impfausweis

Impfungen

Empfohlen:
Für Italien werden in der Regel keine speziellen Reiseimpfungen vorausgesetzt. Je nach Art der Reise (z. B. viel Natur, Camping) kann im Einzelfall eine Beratung zu Impfungen wie Hepatitis A sinnvoll sein.

Standardimpfungen:
Die Standardimpfungen gemäß Robert Koch-Institut sollten aktuell sein (z. B. Tetanus, Diphtherie, Masern, ggf. Keuchhusten).

Malaria & Dengue:
Auf Sardinien besteht kein Risiko für Malaria oder Dengue-Fieber.

Sonstiges:

  • Mücken können besonders im Sommer vorkommen. Mückenschutz ist sinnvoll

  • In ländlichen Gebieten gibt es Zecken. Daher ist ein Schutz durch lange Kleidung empfehlenswert

Hinweis:
Es ist trotzdem sinnvoll, sich etwa 4–6 Wochen vor der Reise ärztlich beraten zu lassen, insbesondere bei Vorerkrankungen oder längeren Aufenthalten.

Reisepass und Internationaler Führerschein

Einreise & Visum

Reisepass / Personalausweis:
Für die Einreise nach Sardinien (Italien) benötigst du als deutscher Staatsbürgerin keinen Reisepass zwingend, ein gültiger Personalausweis reicht aus.


Ein Reisepass wird ebenfalls akzeptiert.
Das Dokument muss während des gesamten Aufenthalts gültig sein.

 

Visum:
Ein Visum ist nicht erforderlich, da Italien Mitglied der EU ist. Du kannst dich ohne Einschränkungen als Tourist*in dort aufhalten.

 

Führerschein:
Der deutsche Führerschein wird in Italien vollständig anerkannt.
Ein internationaler Führerschein ist nicht notwendig.

Tempolimits:

  • Innerorts: 50 km/h

  • Außerorts: 90 km/h

  • Schnellstraßen: 110 km/h

Lichtpflicht:
Außerhalb geschlossener Ortschaften musst du auch tagsüber mit Abblendlicht fahren.

Parken:

  • Blaue Linien = kostenpflichtig

  • Weiße Linien = kostenlos

  • Gelbe Linien = nur für Anwohner oder spezielle Genehmigungen

Wasser:
Leitungswasser ist grundsätzlich trinkbar, wird aber geschmacklich oft als ungewohnt empfunden. Viele nutzen daher Flaschenwasser.

Image by Clarissa Watson

Sicherheit

Allgemein:
Sardinien gilt als sehr sicheres Reiseziel. Mit normaler Aufmerksamkeit kannst du dich dort in der Regel problemlos bewegen.

Taschendiebstahl:
Taschendiebstähle kommen gelegentlich vor, vor allem in belebten Orten, auf Märkten oder an touristischen Hotspots.
Wertsachen solltest du gut verstauen und deinen Rucksack in Menschenmengen besser vorne tragen.

Trickbetrug:
Trickbetrug ist eher selten, kann aber
 wie überall in touristischen Regionen vorkommen. Sei vorsichtig, wenn dich Fremde ablenken oder um Hilfe bitten und behalte deine Sachen im Blick.

Straßenverkehr:
Der Verkehr ist insgesamt entspannt, kann aber in Städten oder auf engen Landstraßen unübersichtlich sein.

  • Straßen sind teils schmal und kurvig

  • Fahrweise kann etwas „italienischer“ (also spontaner) sein

  • Vorsicht beim Überqueren von Straßen und bei Nachtfahrten

Auto & Parken:
Lass keine Wertsachen sichtbar im Auto, besonders an Stränden oder abgelegenen Parkplätzen.

Natur & Umgebung:

  • Im Sommer besteht erhöhte Brandgefahr → offenes Feuer vermeiden

  • Achte auf ausreichend Wasser und Sonnenschutz bei Ausflügen

 

Aktuelle Infos findest du beim Auswärtiges Amt. Am besten vor und während der Reise regelmäßig prüfen.

Kosten

​​  eine Person

Zwei Personen

Flüge                                     178 €                             356 €

 

Unterkünfte:                         463 €                             926 €

 

Mietwagen:                          297 €                             594 €

 

Ausflüge:                                29 €                               58 €

 

Essen:                                   177 €                             354 €

Tanken:                                  70 €                              140 €

Fähre & Parken:                    23 €                                46 €

GESAMT:

1.237 €

2.474 €

 

Hotels:                  Booking.com

Flüge:                   Trip.com*

Mietwägen:          Check24*

Ausflüge:             GetYourGuide.com*

E-Sim:                 Saily*

Packliste:             Amazon Packliste*

Reiseführer:         Reiseführer*

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